Rahmen und Vorbereitung der Gruppe
Chakrenarbeit in der Gruppe lebt von Sicherheit, Klarheit und Vertrauen. Bevor die eigentliche transformierende Reise beginnt, ist es wichtig, einen geschützten Raum zu schaffen. Sorge für eine ruhige Umgebung, gedämpftes Licht und eine angenehme Sitz- oder Liegeposition für alle Teilnehmenden. Jede Person sollte genug Platz haben, um sich wohlzufühlen. Lade die Gruppe ein, Handys auszuschalten und für die Dauer der Übung ganz bei sich anzukommen im Hier und Jetzt präsent zu sein.
Beginne mit einer kurzen Erklärung, dass jede Wahrnehmung richtig ist und es kein Ziel und kein Leistungsprinzip gibt. Chakrenarbeit wirkt individuell – manche spüren Farben, andere nehmen Gefühle war, sehen Bilder oder fühlen einfach Ruhe. Alles ist willkommen
Gemeinsames Ankommen und Atemfokus
Leite die Gruppe sanft in den Moment. Bitte alle, die Augen zu schließen oder den Blick weich werden zu lassen. Der Atem ist das verbindende Element in der Gruppe und schafft Synchronität.
Führe einige ruhige Atemzüge (Pranayama) an:
- bewusst einatmen
- langsam ausatmen
- mit jedem Atemzug etwas mehr im Körper ankommen
Betone, dass jede Person bei sich bleibt, auch wenn sie Teil der Gruppe ist. So entsteht ein gemeinsames Feld, ohne Druck oder Vergleich.
Du magst Entspannungsreisen? Dann habe ich hier noch eine schöne „Entspannungsreise für die ganze Familie„. 🙂
Geführte Chakrenöffnung in der Gruppe
Bei Gruppenarbeit ist es besonders wichtig, klar, langsam und bildhaft zu sprechen. Arbeite Chakra für Chakra und lasse zwischen den Abschnitten bewusst Pausen, damit jede Person integrieren kann.
Für jedes Chakra:
- Benenne das Chakra sanft
- Verbinde es mit einer Farbe
- Nutze Naturbilder wie Blumen, Licht oder Kristalle
- Lenke die Aufmerksamkeit immer wieder auf den Atem
Sprich in offenen Formulierungen wie:
„Vielleicht nimmst du etwas wahr …“ oder
„Erlaube, dass sich zeigt, was für dich stimmig ist.“
So fühlt sich niemand ausgeschlossen, auch wenn die Wahrnehmung unterschiedlich ist.
Gruppenenergie und individuelle Erfahrung verbinden
Während der Chakrenarbeit kannst du zwischendurch die Gemeinschaft bewusst einbeziehen, ohne die Individualität zu verlieren. Zum Beispiel durch Sätze wie:
„Auch wenn jede Person ihre eigene Reise macht, entsteht jetzt ein gemeinsames Feld von Ruhe, Präsenz und Offenheit.“
Das stärkt das Gefühl von Verbundenheit, ohne Erwartungen zu erzeugen. Gerade in Gruppen kann das sehr tragend wirken.
Gruppenmeditation – Chakrenreise zum Berg der inneren Begegnung
Dauer: ca. 30–45 Minuten
Geeignet für: Erwachsene, Gruppen, Retreats, Elternarbeit, Bewusstseinsarbeit
1. Ankommen im Raum (ca. 5 Minuten)
Bitte alle Teilnehmenden, eine bequeme Sitz- oder Liegeposition einzunehmen.
Die Wirbelsäule darf aufgerichtet sein, ohne Spannung.
Die Hände ruhen locker auf dem Körper.
Lade die Gruppe ein, die Augen zu schließen oder den Blick weich werden zu lassen.
Sprich ruhig:
„Nimm wahr, dass du jetzt hier bist.
In diesem Raum.
In dieser Gruppe.
Und gleichzeitig ganz bei dir.“
Lenke die Aufmerksamkeit auf den Atem.
„Atme langsam durch die Nase ein …
und sanft durch die Nase wieder aus.“
Wiederhole dies mehrere Atemzüge lang.
Mit jedem Ausatmen darf der Alltag weiter in den Hintergrund treten und Du mehr und mehr im Hier und Jetzt ankommen.
2. Gemeinsame Erdung/Entspannung (ca. 5 Minuten)
„Stell dir vor, unter deinen Füßen entsteht eine Verbindung zur Erde.
Wie Wurzeln, die dich tragen.“
Spüre den Kontakt zum Boden.
Zur Sitz oder Liegefläche.
Zum eigenen Körper.
„Du musst nichts erreichen.
Du darfst einfach ankommen.“
Lass einige Atemzüge Stille entstehen.
3. Beginn der inneren Wanderung (ca. 3 Minuten)
„Stell dir nun vor, du stehst am Fuße eines Berges.
Ein ruhiger, sicherer Weg liegt vor dir.“
Die Gruppe beginnt innerlich die Wanderung.
Betone immer wieder den Atem und das eigene Tempo.
„Du gehst Schritt für Schritt.
Dein Atem begleitet dich.
Ruhig.
Gleichmäßig.“
4. Chakrenreise – Farben, Natur & Atem
Wurzelchakra – Rot (ca. 3 Minuten)
„Am Wegesrand siehst du rote Blumen oder Kristalle.
Sie stehen für Stabilität und Sicherheit.“
Lenke die Aufmerksamkeit zum Beckenboden.
Zum Atem.
„Mit jedem Ausatmen darfst du dich mehr getragen fühlen.“
Sakralchakra – Orange (ca. 3 Minuten)
„Der Weg führt weiter.
Orangefarbene Blüten erscheinen.“
Spüre den Unterbauch.
„Erlaube deinem Körper, weich zu werden.
Dein Atem fließt frei.“
Solarplexus – Gelb (ca. 3 Minuten)
„Gelbes Licht, gelbe Blumen oder Kristalle begleiten dich.“
Spüre deine Mitte.
„Mit jedem Atemzug darf dein inneres Licht stärker werden.“
Herzchakra – Grün (ca. 4 Minuten)
„Der Weg wird ruhiger.
Grüne Pflanzen umgeben dich.“
Lenke die Aufmerksamkeit auf dein Herz.
„Atme in dein Herz hinein …
und aus.“
Lass hier bewusst etwas mehr Zeit.
Halschakra – Blau (ca. 3 Minuten)
„Blaue Farben erscheinen.
Die Luft ist klar.“
Spüre deinen Hals.
„Deine Wahrheit darf Raum haben.
Ohne Druck.“
Stirnchakra – Indigo (ca. 3 Minuten)
„Indigofarbenes Licht begleitet dich.“
Lenke die Aufmerksamkeit zwischen die Augenbrauen.
„Vertraue deiner inneren Wahrnehmung.“
Kronenchakra – Violett & Weiß (ca. 3 Minuten)
„Helles, violettes oder weißes Licht umgibt dich.“
Spüre die Verbindung nach oben.
„Du bist verbunden.
Getragen.
Ganz.“
5. Der Gipfel & die Begegnung (ca. 6–8 Minuten)
„Du erreichst den Gipfel des Berges.“
Stille. Weite. Frieden. Was nimmst Du wahr? Wie riecht es? Wie fühlt sich die Luft an?
Du fühlst den Boden unter deinen Füßen und lässt den Blick in die Weite schweifen.
Du entdeckst einen großen, kraftvollen Baum. Es zieht dich zu diesen Baum hin.
Die Teilnehmenden gehen innerlich auf den Baum zu.
Am Baum angekommen siehst Du eine Präsenz/einen Begleiter der dort auf dich wartet.
Ganz individuell.
Genau richtig für dich.“
Pause lassen.
„Diese Präsenz bringt dir ein Geschenk.“
Wenn eingepackt:
„Nimm dir Zeit.
Öffne es in deinem eigenen Moment.“
Lass das Geschenk wirken.
Ohne Erklärung.
Ohne Bewertung.
6. Integration (ca. 5 Minuten)
„Lass das Geschenk sich in deinem Körper verteilen, es fühlen.
In jeder Zelle.“
Atmung ruhig begleiten.
„Alles, was heute wichtig war, darf bleiben.
Alles andere darf gehen.“
7. Rückkehr & Erdung (ca. 5 Minuten)
„Spüre wieder deinen Atem.
Deinen Körper.
Den Raum.“
Bewege deine Hände und Füße.
„Wenn du bereit bist, öffne langsam deine Augen und komme wieder
ganz in diesem Raum an. „
8. Abschluss (optional Austausch)
„Nimm dir einen Moment, um nachzuspüren.
Alles darf da sein.“
Fazit:
Wir leben in einer Zeit der Erschöpfung unsere Gesellschaft ist müde. Müde vom Starksein, vom Leisten, vom Funktionieren, betäubt durch unendliche viele Möglichkeiten der Reizüberflutung. Es wird Zeit sich wieder zu besinnen wer wir sind und was uns glücklich macht. Lausche deiner inneren Stimme die sich nur in der Stille zeigt. Darum lasst uns gemeinsam diese Stille finden indem wir mit Entspannungstechniken dieser Zeit wieder zum Kern unseres Seins zurückfinden dürfen. Darum freue ich mich, wenn ihr diese wunderschöne Chakrenreise gemeinsam erlebt und erfahrt. Viel Freude dabei ❣️


